1) Was bedeutet für Sie Musik?

Petra Kauffel: „Ich mag Lieder. Die Musik gibt dem Text eine andere Tiefe, so wie Luther gesagt haben soll: „Wenn sie es nicht singen, glauben sie es nicht.“ Von Kind an habe ich so gerne wie falsch gesungen. Das Orgelspiel gibt mir die Möglichkeit, mich im Gottesdienst zu beteiligen ohne zu stören. Bei der Liedbegleitung habe ich immer den Text im Hinterkopf. Vor- oder Nachspiel sind bei mir häufig Choralbearbeitungen. Den Gefallen an freien Stücken habe ich zu einem großen Teil meinem Orgellehrer zu verdanken.“

 

2) Was ist Ihr Lieblingsinstrument und warum?

Petra Kauffel: „Mein Lieblingsinstrument ist eindeutig die Orgel, weil sie ein freundliches Instrument ist. Eine Orgel gleicht spielerische Unsicherheiten ein Stück weit aus. Wenn ein Anfänger Lieder nur mit einem Finger begleitet, klingt das auch schon schön und wenn vor Aufregung die Hände zittern, hört das kein Mensch, solange man es noch schafft, im richtigen Moment die Tasten zu drücken. Ein Klavier führt einen dagegen gnadenlos vor.“

 

3) Warum gestalten Sie als Organistin regelmäßig Gottesdienste mit? Und warum in der Friedenskirchengemeinde?

Petra Kauffel: „Mir macht das Orgelspiel einfach Spaß und ich freue mich, wenn ich gebraucht werde. Über die Einsätze in der Friedenskirchengemeinde freue ich mich ganz besonders, weil ich über meinen Mann mit der Gemeinde besonders verbunden bin. So haben wir im Paul-Schneider-Haus geheiratet. Seine Eltern haben dann in Eicken gewohnt und wir sind mit ihnen zur Osternachtfeier und der Heiligen Nacht gegangen. Meine inzwischen demente Schwiegermutter freut sich immer sehr, wenn ich ihr von den Orgeldiensten in der Gemeinde erzähle.“

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