Warum bin ich Lektorin geworden?

Anke Schimanski 

Anke Schimanski

1) Warum bin ich Lektorin geworden?

Weil ich etwas beitragen wollte zu der Gemeinschaft, die mir viel gegeben hat, habe ich den LektorInnendienst begonnen. Die Friedenskirchengemeinde ist meine geistliche Heimat und viele Gemeindemitglieder sind mir durch die Jahre vertraut geworden. Ihre Nachsicht habe ich erlebt, wenn etwas fehlte bei den Abkündigungen oder ein Versprecher sich eingeschlichen hatte, und die Verbundenheit im Geiste Gottes in der Abendmahlsgemeinschaft. Dafür bin ich dankbar.   

2) Was bedeutet mir der Glaube?

Der christliche Glaube bedeutet mir  „ein Gedanke Gottes zu sein“, wie es in einem Lied heißt. Gewollt, gesehen, geleitet, getragen zu sein, geliebt wie bei einem Vater mit unendlicher Geduld, getröstet wie von einer liebenden Mutter, ermutigt wie von einem/r liebevollen Bruder/Schwester oder Freund/in ist für mich ein Teil des Evangeliums von Jesus Christus. Darauf vertrauen zu können, gibt meinem Leben Sinn, wenn ich Zweifel habe, Halt, wenn ich unsicher bin Perspektive, wenn ich mich frage, wie es weiter gehen soll. Der andere liegt in der Vergebung, die ich erhoffen, erwarten darf, wenn ich darum bitte. Fehlverhalten, das ich nicht „wieder gut machen“ kann , verziehen zu bekommen – die Hoffnung darauf und die Erfahrung dessen tun gut.  Weil mir so viele Zusagen und tägliche Segnungen  von Gott gegeben sind, möchte , muss, kann ich das auch mit anderen teilen. So fordert der Glaube mich auch heraus aus dem individuellen, persönlichen Leben in die Verantwortung – auch politisch.

3) Meine Lieblingsbibelstelle / -geschichte ist:

Eine meiner liebsten Bibelstellen ist Jesaja 43, 1: „Fürchte dich nicht! Ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein.“ Seit ich denken kann, gab es fromme Menschen, die mir vom strafenden Gott erzählten, sodaß ich mich fürchtete vor Sünde, Schuld und dem Teufel. Aber – Gott sei Dank! – gab es auch solche, die mir erzählten, daß die Boten Gottes in biblischen Geschichten oft als erste Worte sagten: fürchte dich nicht! An vielen Punkten meines Lebens habe ich Gottes Nähe, sein Wirken durch andere Menschen, auch Brüder und Schwestern im Glauben als Befreiung, Trost und Ermutigung empfunden. 

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